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Lanxess: Sparprogramm und Verwaltungsreform

Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat auf die momentane Flaute im Chemiesektor reagiert und ein umfassendes Sparprogramm sowie eine Verwaltungsreform angekündigt.

Stellenabbau und Betriebsschließungen

Lanxess plant, Betriebe in Deutschland und möglicherweise auch im Ausland zu schließen. Gleichzeitig soll die Verwaltung verschlankt werden. Diese Maßnahmen sind eine Reaktion auf die aktuelle wirtschaftliche Situation des Unternehmens.

Herausforderungen im Energiebereich

Wie viele andere Vertreter energieintensiver Sektoren kritisiert Lanxess-Chef Matthias Zachert seit langem die hohen Strompreise in der Bundesrepublik im internationalen Vergleich.

Finanzielle Ziele und Einsparungen

Das Unternehmen strebt im Jahr 2023 eine einmalige Einsparung von etwa 100 Millionen Euro an. Zusätzlich sollen schrittweise tiefgreifendere Maßnahmen wie eine schlankere Verwaltung und Betriebsschließungen umgesetzt werden, um die jährlichen Kosten ab 2025 permanent um circa 150 Millionen zu senken.

Zachert plant für das Jahr 2024 Ersparnisse in Höhe von etwa 90 Millionen Euro und weitere etwa 60 Millionen im Folgejahr.

Standort Krefeld-Uerdingen im Fokus

Der Standort Krefeld-Uerdingen steht im Mittelpunkt der Umsetzung. Die Hexan-Oxidation, die dort stattfindet, verbraucht sehr viel Energie und soll bis zum Jahr 2026 eingestellt werden. Zusätzlich ist geplant, den Betrieb für die Produktion von Chromoxid an diesem Standort zu veräußern.

Falls es nicht gelingt, bestehe auch hier die Gefahr einer Schließung. Insgesamt sind ungefähr 110 Angestellte in beiden Bereichen zusammen beschäftigt.

Internationale Wettbewerbsfähigkeit

Laut Zachert ist der Standort Deutschland in der aktuellen konjunkturellen Schwächephase international nicht wettbewerbsfähig. Er plädiert erneut für Bürokratieabbau und einen Industriestrompreis.

Branchenweite Herausforderungen

Lanxess ist von der langsamen Konjunktur in vielen Teilen der Welt betroffen. Insbesondere eine schwache Nachfrage aus den Bereichen Bau und Elektronik hat zuletzt deutliche Auswirkungen gehabt.

Das Management hatte deshalb schon im Juni den Ausblick für das laufende Jahr reduziert, da sich diese Entwicklung abzeichnete. Für das Jahr 2023 ist nun ein um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 600 bis 650 Millionen Euro geplant.

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