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Bluttransfusion

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Neue Erkenntnisse: Alzheimer-Proteine möglicherweise übertragen

Die jüngsten Forschungsergebnisse stützen eine kontroverse Hypothese: Klebrige Proteine, die ein charakteristisches Merkmal der Alzheimer-Krankheit sind, können von Person zu Person durch bestimmte chirurgische Eingriffe übertragen werden. Obwohl die Studie auf einer kleinen Anzahl von Menschen basiert und sich auf medizinische Praktiken bezieht, die nicht mehr angewendet werden, ist sie dennoch von Bedeutung.

Die Hintergrundgeschichte

Über einen Zeitraum von zehn Jahren untersuchte ein Team um Neurologe John Collinge vom University College London Menschen im Vereinigten Königreich, die in ihrer Kindheit Wachstumshormon aus den Hypophysen von Leichen erhalten hatten, um medizinische Zustände wie Kleinwuchs zu behandeln. Jahrzehnte später zeigten einige dieser Menschen Anzeichen von früh einsetzender Demenz. Die Symptome, wie Gedächtnis- und Sprachprobleme, wurden klinisch diagnostiziert und traten bei einigen Patienten neben Plaques des klebrigen Proteins Amyloid-β im Gehirn auf, einem charakteristischen Merkmal der Alzheimer-Krankheit.

Die Hypothese

Die Autoren der Studie vermuten, dass dieses Protein, das in den Hormonpräparaten vorhanden war, im Gehirn "gesät" wurde und den Schaden verursachte. Die Forschung baut auf früheren Studien auf, die sich mit Menschen befassten, die Wachstumshormon aus Leichen erhalten hatten. In einer früheren Studie entdeckte das Team Amyloid-β-Ablagerungen im Gehirn von vier Personen, die mit dem Wachstumshormon behandelt worden waren. Diese Menschen waren im mittleren Alter an der tödlichen neurologischen Erkrankung Creutzfeldt-Jakob gestorben, die durch infektiöse, fehlgefaltete Proteine namens Prionen verursacht wird. Die Prionen waren in Chargen des Wachstumshormons vorhanden. Die Anwesenheit dieser Amyloid-Plaques in Blutgefäßen im Gehirn deutete darauf hin, dass sie eine Erkrankung namens zerebrale Amyloidangiopathie (CAA) entwickelt hätten, die oft ein Vorläufer der Alzheimer-Krankheit ist.

Schlussfolgerung

Obwohl Alzheimer und ähnliche Demenzerkrankungen nicht ansteckend sind, betonen die Forscher die Bedeutung der Vorsichtsmaßnahmen. Die Übertragung von Proteinen im Zusammenhang mit der Alzheimer-Krankheit sollte weiterhin genau untersucht werden, um selbst seltene Fälle zu minimieren.

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