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Élise Girard

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Sidonie in Japan: Eine Reise der Geister

Isabelle Huppert verloren in der Übersetzung

Isabelle Huppert, die legendäre französische Schauspielerin, begibt sich in Élise Girards drittem Film "Sidonie au Japon" auf eine Reise nach Kyoto. Anlass ist die Wiederveröffentlichung ihres ersten Romans "L’ombre Portee" (Der geworfene Schatten), der für sie mehr als nur eine metaphorische Landkarte darstellt. Denn Sidonie, einst eine erfolgreiche Schriftstellerin, leidet seit dem Tod ihres Mannes unter einer Schreibblockade.

Ein unerwartetes Wiedersehen

Am Flughafen wird Sidonie von Kenzo Mizoguchi, dem Verleger ihres Romans, empfangen. Er begleitet sie während ihres Aufenthalts und wird zu ihrem treuen Begleiter. Doch plötzlich sieht Sidonie ihren verstorbenen Ehemann Antoine in der Hotellobby. Er taucht immer wieder auf, während sie sich an ihre Vergangenheit erinnert und ihre tiefsten Ängste offenbart.

Eine zarte Romanze

Während Sidonie und Kenzo die Stadt erkunden, entwickelt sich zwischen ihnen eine zarte Romanze. Ihre gemeinsamen Konflikte aus der Vergangenheit fügen sich wie Puzzleteile zusammen, während Antoine allmählich verblasst. Die Metapher der Vergangenheitsbewältigung zieht sich durch den Film, und Sidonie muss sich endlich von ihren schmerzhaften Erinnerungen befreien.

Obwohl nicht ganz auf dem Niveau von David Lowerys "A Ghost Story" (2017), erzeugt "Sidonie au Japon" eine ähnliche Atmosphäre der Erlösung. Es geht darum, sich von nostalgischen Gedanken zu lösen und weiterzugehen.

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